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Die Nacht ist nicht angenehm. Ich total verschnupft mit Kopfschmerzen, das Zimmer viel zu warm und stickig. Meiner Ma geht es nicht besser und so kommt es, dass wir erst gegen 3 Uhr schlafen.
In völliger Dunkelheit wache ich um halb zehn wieder und wecke meine völlig verwirrte Ma eine halbe Stunde später. Sie dachte, es sei noch mitten in der Nacht.
Erstmal musst ich duschen und danach ist das gesamte Bad nass. Also es ist nicht wirklich ein Bad, eher eine Nasszelle. Um halb zwölf ziehen wir los und werden an jeder Ecke angequatscht: "Hey Miss, you need watches? Or a handbag? You like Rolex?" Wir laufen die Nathan Road entlang und kommen zum Hafen, wo wir uns zu einer einsamen Bank gesellen. Wir holen uns Kaffee und Sandwiches und als alles vernichtet ist, laufen wir die "Avenue of Stars" entlang.

In Hong Kong
Das Wetter wird immer schlechter und die Berge hinter der Skyline sind kaum mehr auszumachen.
Wir landen im New World Center und danach im Kowloon Park, wo es aufgrund des Wochenendes sehr voll ist. Uns hält es dort auch nicht lange und nach einem Eis verlassen wir die Anlage wieder und gehen zurück zum USA Hostel.
Das Hostel, in dem wir hier wohnen, ist (natürlich) ein Hochhaus, direkt an der Nathan Road. Das Haus ist schon seit einigen Monaten mit Bambus umwickelt, weil es renoviert wurde. 16 Stockwerke ist es hoch, hat einen großen Innenhof, es sind um die 20 Guest Houses bzw. Hostels hier drinnen untergebracht, sowie viele kleine Schneidereien, sonstige Einmannbetriebe und sehr viele, sehr kleine Privatwohnungen. Im Erdgeschoss sind ein Haufen Geschäfte, in denen man alles kaufen kann, was man (nicht) braucht: Postkarten, Kleidung, Kameras, Handys, in Harz gebettete Spinnen, Käfer und Skorpione als Souvenirs, getrocknete, seltsame riechende Spezialitäten (die Hälfte davon ist undefinierbar) und natürlich Juweliere, wo es Rolex gibt.
Auf jeden Fall schlafen wir ein. Ich bin immer noch totmüde, habe immer noch Schnupfen und Kopfschmerzen. 2 Stunden später hat mich Ma geweckt und wir stürzen uns wieder ins laute und grelle Getümmel, in der Hoffnung, was Essbares zu finden. Ich meine, es gibt hier wirklich viele Imbisse und Restaurants, aber das Meiste, was dort angeboten wird, möchte ich einfach nicht essen.

Das Leben in dieser Stadt
In einer Querstraße gehen wir in ein Restaurant. Wir haben blöderweise Tee bestellt und bekommen ein kaltes, klebriges Getränk, was ich nie im Leben als Tee bezeichnen würde. Am ehesten vielleicht noch Eistee mit einer extra Prise Zucker. Das Essen ist auch interessant: Bestelle mir gebratene Nudeln mit Gemüse und Fleisch. Die Nudeln sind teilweise sehr hart, das Gemüse besteht fast nur aus Paprika (was ich nicht sonderlich gern mag) und das Fleisch will einfach nicht nach "Chicken" aussehen. Ich probiers trotzdem =). Und die Soße, die dabei ist, wird mit jedem Bissen süßer. Auch das Essen meiner Ma entspricht nicht ganz ihren Vorstellungen.
Weil es seit dem Nachmittag regnet, ziehen wir uns danach wieder in unser Zimmer zurück und schauen "The devil wears Prada" an.
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