Gestern hatten wir kurzfristig beschlossen, nach Waimate zu fahren. Wir packen nach unserem Kaffee alles zusammen und Ma fragt bei unserem Nachbarn nach, was es mit der O/D off Lampe auf sich hat. Er erklärt uns kurz, dass es kein Problem gibt, wenn die leuchtet. Okay...?
Heute scheint die Sonne, es ist warm und wir verlassen gegen halb zehn den Campingplatz, heute aber wirklich :-). Wenige Kilometer später fahren wir an einer Lachsfarm vorbei. Da wollen wir doch mal halten. Beim Betreten der Anlage bekommen wir von einem Mitarbeiter Fischfutter in die Hand gedrückt. Während wir das Futter in das Becken werfen, kommen die Lachse jedes Mal aus dem Wasser geschossen und wir werden ziemlich nass gespritzt. Aber es ist ja warm :-). Vor Ort kaufen wir uns noch einen großen geräucherten Lachs und dann fahren wir weiter.
Die Landschaft ändert sich langsam wieder von braun zu grün während wir die schnurgerade Straße nach Omarama entlang tuckern. Im Ort angekommen halten wir nach einem Parkplatz für ein kurzes Frühstück Ausschau, leider vergebens. Also fahren wir weiter und inzwischen ziehen einige Wolken am Himmel auf. Viele Kilometer weiter in Otematata halte ich an einer Einfahrt zu einem Campingplatz, wir holen unsere Stühle aus dem Kofferraum und picknicken, damit wir wenigstens ein bisschen was im Magen haben.
Während der Weiterfahrt verlassen wir den MacKenzie District und die Wolken werden noch dichter. Der nächste Ort ist Kurow und da möchten wir uns einen Kaffee besorgen. Im Auto müssen wir uns noch umziehen, da es verdammt kühl geworden ist. Mit unserem Kaffee, der nicht besonders gut ist, setzen wir uns draußen auf eine Bank. Gegenüber steht ein Wagen am Straßenrand und sowohl auf dem Fahrer- als auch auf dem Beifahrersitz sitzt jeweils ein Hund! Nettes Bild :-). Der Antiquitätenladen ein paar Meter weiter hat leider noch geschlossen. Der sieht von außen so chaotisch aus, da müsste man eigentlich mal rein.
Wir fahren weiter und ich werde, wahrscheinlich aufgrund des Wetters immer müder. Die Landschaft um uns herum mit ihren Seen, Flüssen und Bergen sieht bei Sonnenschein bestimmt richtig toll aus. Endlich erreichen wir unser heutiges Ziel, Waimate. Der Campingplatz Kelceys Bush Farm liegt sehr weit außerhalb des Ortszentrums und so brauchen wir eine Weile dort hin. Zudem sind wir uns nicht ganz sicher, ob am Ende dieser kleinen Straße wirklich ein Campingplatz sein soll. Dort endlich angekommen, mieten wir uns einen Caravan, da es definitiv zu kalt und zu nass zum Zelten ist.
Zu dem Campingplatz gehört eine kleine Tierfarm, welche wir auch gleich besuchen. Wir kommen an einem Esel namens Amber vorbei, einem Schwein names Toby, an einigen Emus, Rehen und Alpacas, aber wir bekommen keine Wallabies zu gesicht. Die kleine Känguruart ist auf dem Werbeplakat des Campingplatzes zu sehen. Da wir aber inzwischen komplett nasse Füße haben, wechseln wir im Camper erstmal unsere Socken und Schuhe und fahren dann zum Einkaufen die lange Straße zurück zum Ort. Wir kommen an einer Kuhweide vorbei, ich muhe dieses Mal allerdings nicht. Schließlich will ich nicht, dass uns wieder eine Kuhherde hinter dem Auto her rennt :-D.
Als wir zurück kommen, sagt uns die Dame an der Rezeption, dass jetzt die Tierfütterung stattfindet und wir gerne die Runde mitlaufen könnten. Es ist zwar eine Horde Kinder dabei, aber wir bekommen das Wallaby zu Gesicht (das sieht ja süß aus) und auch mal ein lebendiges Opposum.
Nach der Fütterung haben auch wir Hunger und so machen wir uns eine leckere Hackfleisch-Gemüse-Pfanne mit Püree, was wir im Wohnwagen zu uns nehmen. Es nieselt immer noch, aber nach dem Essen besuchen wir noch das andere Wallaby, das allerdings nicht gerade glücklich aussieht in seinem Käfig. Es wird mit Radiomusik beschallt und wenn man dem Besitzer glauben kann, gefällt ihm das. So richtig sieht es nicht danach aus. Wir "müssen" uns dann auch noch den Schatz des Besitzers anschauen: ein weißes Opossum!
Am Abend sitzen wir in unserem Wohnwagen, schreiben Berichte, ich lade einige neue Bilder auf den Laptop, gehe duschen und schon bald liegen wir im Bett.